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Aktivitäten der ARGE Höhle und Karst Stuttgart 2022

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14.12.2022 Fledermausschutz durch gelebte Kooperation.

Die durch unsere Forschungsaktivitäten entstandene Kooperation mit der Schutzgemeinschaft Harthäuser Wald e. V. fand am 14.12.22 erstmals einen aktiven Ausdruck. Die im Laufe der letzten 2 Jahre entdeckten Höhlen im Fischbachtal des Harthäuser Waldes bieten das Potential, dem artenreichen Fledermausvorkommen als Winterquartier zu dienen.

Ergänzend dazu ging es nun darum, mit Fledermauskästen entsprechende Übergangs- bzw. Sommerquartiere zu schaffen.

So wurden in einer gemeinsamen Aktion im Umfeld der Höhlen insgesamt 27 Fledermauskästen verschiedener Bauart installiert.

Fledermauskästen
Fledermauskasten Montage.
Fledermauskästen
Fledermauskästen im Harthäuser Wald.

Edwin.


Forschungslager im Harthäuser Wald.

Trotz fast durchgängig angesagter Regenfälle entstand eine immer wieder wechselnde Forschungsrunde mit insgesamt 11 Teilnehmern aus Ungarn bis Frankreich. Bei durchweg guter Stimmung konnten so mehrere Projekte weiter verfolgt und mit dieser vereinsübergreifenden Aktion auch die Kontakte vertieft werden.

Die beteiligten Höhlenvereine waren: ARGE Höhle & Karst Grabenstetten e.V., ARGE Höhle u. Karst Stuttgart e. V., Freunde der Aachhöhle e. V. und Höhlenkundliche Arbeitsgemeinschaft Rosenstein/Heubach e.V.

In der 2021 entdeckten und enderforschten
Kowehöhle konnte die noch ausstehende
Vermessung vorgenommen werden. Dabei
waren Wassergeräusche zu hören, was
Anlass gab, weitere
Untersuchungen vorzunehmen
und im ersten Zuge nachgebrochenes
Material auszuräumen.
Eimer Tansport
Katharina und Pierre beim Eimertransport.

Auch ein neues, noch namenloses, Projekt wurde gestartet und über alle 3 Tage mit wechselnden Teilnehmern verfolgt.
Das erwünschte Ergebnis einer offenen Kluft in 1,5 - 2 Metern Tiefe mit anschließender Höhle wollte sich allerdings noch nicht einstellen.

Neues Projekt
Dirk im neuen Projekt.
Neues Projekt
Katharina, Marvin und Gabriele bei der Ablösung.

Die beim letzten Forschungslager begonnene Grabung in der Kammerforstschwinde (Windloch) konnte aufgrund des Wassereintrages nicht weiter vorangetrieben werden.

In der Muldenkluft (Wasenschlagschwinde) gab es ebenfalls mehrere Einsätze mit unterschiedlicher Teamzusammensetzung, wobei die Kluftverfüllung auf über 2 m Länge ausgeräumt werden konnte.

Der anvisierte, von Jörn und mir schon gut vorbereitete, Einbau einer Einsturzsicherung in der Koweponorhöhle konnte aufgrund des starken Wassereintrages leider nicht in Angriff genommen werden. Für die Eckverbindungen wurden dank der von Jörn mitgebrachten Ständerbohrmaschine noch letzte Bohrungen angebracht.

Das Projekt ist jedoch sehr vielversprechend und bleibt weiter auf der Tagesordnung künftiger Aktivitäten.

Steinestapeln
Katharina beim Steinestapeln.
Die erst kürzlich entdeckte Dolinenweghöhle
war ebenfalls Ziel von Forschungsaktivitäten.
Im Einstiegsschacht liegendes Material
wurde ausgeräumt und die Wände geglättet,
um die Verletzungsgefahr zu minimieren
und mehr Bewegungsraum zu schaffen.
Die südliche Engstelle wurde zwar erweitert,
größere Strukturen waren jedoch noch nicht
erkennbar. Der durch die starken Regenfälle
bedingte Wassereintrag nahm bei der Aktion
stetig zu, was letztlich zum Abbruch
der Aktion führte.

Bei 2 Befahrungen der Patroshöhle wurde der nach Norden führende Bröselgang bis zu einer im Gang hängenden Steinplatte begangen und die Steinplatte entfernt. Der Gang konnte auf weitere 5 m eingesehen werden, wurde jedoch nicht befahren. Im geräumigeren Gang in Südrichtung wurde ein Versturz geöffnet, was zum eigentlichen Hauptgang führte. In dem dort nach Norden führenden Gangteil konnte erstes Versturzmaterial zur Seite geräumt werden. Für eine Befahrung weiterer einsehbarer Teile muss jedoch noch ein größerer Felsblock entfernt werden.

Zum Süden hin wurde eine flache Engstelle erweitert, an die sich ein Raum mit interessanten Sintervorkommen anschließt. Den Abschluss des Raumes bildet ein nächster Versturz, der an der Decke passierbar gemacht werden kann. Erste Ausräumarbeiten wurden vorgenommen und der nachfolgende sehr geräumig erscheinende Gangteil konnte schon mal gesichtet werden. Die Befahrung war nur mit Neopren möglich, was die Beweglichkeit doch sehr stark einschränkte und die Aktion an dieser Stelle beendet wurde. Mit etwas mehr als 50 Metern erforschter Ganglänge war dies der größte Erfolg des Wochenendes.

Hauptgang
Nach Norden führender Hauptgang.
Engstelle
Engstelle.
Sinterkammer bei der Erweiterung
Sinterkammer bei der Erweiterung der Engstelle.
Sintervorhänge
Sintervorhänge in der Sinterkammer.
Stalagmat in der Sinterkammern
Entstehender Stalagmat in der Sinterkammer.
Gedächtnisskizze
Höhlenplan - Gedächtnisskizze.

In geselliger Runde wurde am Freitag Abend gegrillt, wobei wir auch Besuch von einigen Mitgliedern unseres Kooperationspartners, der Schutzgemeinschaft Harthäuser Wald e. V., hatten. Schwerpunkt ihrer Arbeit ist der Amphibien- und Fledermausschutz, weshalb von uns neu geöffnete Höhlen auf großes Interesse stoßen; bilden sie doch beste Voraussetzungen für natürliche Winterquartiere.

Zum Thema passend zeigte sich an diesem Abend eine an uns interessierte Fledermaus, indem sie aus den Ritzen der Blockhütte hervorlugte und zum Abschluss sogar eine Runde durch den Raum drehte.

Neugierige Breitflügelfledermaus
Neugierige Breitflügelfledermaus.

Ansonsten hat die Jugend den Abend sehr belebend mit einigen Besonderheiten angereichert. So gab es die Schlufbox, mittels derer jeder sein Schlufmaß ermitteln konnte. Der Rekord lag bei unglaublichen 14,6 cm. Bei einem anderen Spiel galt es, frei im Klettergurt hängend, dem Gegner zuerst eine Socke auszuziehen.

Wadokohöhle Schlussstein
Katharina bei der Überwachung von Dirks Schlufprüfung .
Socken
Sockenchampion Katharina im Fight mit Marvin.

Den Samstag Abend genossen wir im gemütlichen Ambiente der Gaststätte Hirsch in Lampoldshausen, wo uns auch dieses Mal wieder herrliche Köstlichkeiten aufgetischt wurden.

Auch der sonntägliche Abschluss des Forschungslagers mit der gemeinsamen Reinigungsaktion von Werkzeugen und Hütte war von gemeinschaftlichem Charakter geprägt.

An dieser Stelle nochmals ein ganz herzliches Danke an die Forschungsteilnehmer: Dirk, Gabriele u. Katharina, Istvan, Jörn, Marvin, Paul, Pierre, Ron, und Uli. für die Beteiligung und die Bereitstellung von Materialien wie Generator, Grill, Salat, Grabungs- und Verbauungsmaterial etc. sowie an die Gäste Marion Valentin u. Götz Haußer von der Schutzgemeinschaft Harthäuser Wald e. V. und an die Gemeinde Hardthausen für die Nutzungsmöglichkeit der urigen Waldhütte.

Edwin.


Vorführung unsers Peilgerätes beim Internationalen ECRA Congress am 15. September 2022 in Rudice, Czech Republik.

Im Rahmen der „Technical Commission“ des European Cave Rescue Association (ECRA), hat der Vize-Präsident Werner Zagler uns darum gebeten unser 8kHz Peilgerät zu demonstrieren. Da ich persönlich nicht dabei sein konnte, würde es von einem Vertreter der Höhlenrettung Baden- Württemberg präsentiert und vorgeführt.

Die Peilung hat anscheinend sehr gut funktioniert und das Interesse war recht groß vor allem da die Funkpeilung unter den Anwesenden nicht sehr bekannt war.

Ein paar andere Geräte wurden auch vorgeführt. Bei einem soll der Sender viel Elektronik beinhaltet haben, was Fragen der Zuverlässigkeit in der Höhle aufwarf. Die Tatsache, daß unser Sender und Empfänger recht einfach aufgebaut sind und sehr gut funktioniert haben fand gute Resonanz.

Mehr Information zum Peilgerät finden Sie auf der Technik Seite.

Peilempfänger
Peilempfänger.
Peilsender
Peilsender.

Chris.


Höhlenforschungswochende vom 02. - 04. Sept. 2022.

Freitag

Bei wunderbarem Spätsommerwetter startete das Forschungswochenende im Hardthäuser Wald am Freitag mit 3 Aktionen.

1) Die Wadokohöhle
Team 1 besuchte die Wadokohöhle mit dem Ziel, den Endstein zu entfernen und die Folgestrecke auf Befahrbarkeit und den Zusammenschluss mit der benachbarten Steinbrecherhöhle zu erkunden. Die Beseitigung des Endsteines gelang nur insoweit, die anschließende Unbefahrbarkeit aufgrund der Enge festzustellen war. Damit ist die Wadokohöhle enderforscht und die noch verbliebenen Restmeter wurden erfasst, um den Höhlenplan entsprechend zu komplettieren.

Gangprofil kurz vor dem Hööhlenende
Gangprofil kurz vor dem Hööhlenende.
Wadokohöhle Schlussstein
Endstein.

2) Die Erkundung des Südostganges in der Waschlahöhle
Team 2 machte sich an die Erkundung des Südostganges in der Waschlahöhle, der bei einer früheren Befahrung schon erweitert, aber noch nicht befahren wurde. Im bekannten Bereich treffen sie in den Pfützen mehrere Höhlenflohkrebse an, die bei einer künftigen Befahrung noch zu dokumentieren sind. Im unbekannten Neuland wird es zunehmend feuchter und schlammiger und der Gang scheint sich am Ende bis zur Unbefahrbarkeit zu verengen.

3) Die Wasenschlagschwinde
Team 3 war mit der Grabungsfortsetzung in einer seit Jahren trocken gefallenen Wasenschlagschwinde zugange und erreichte eine Grabungstiefe von 3,50 m wo sich eine Kluftverengung befindet aber eine evtl. Fortsetzung durch eine Horizontalgrabung erschlossen werden kann.

Grabung in der Wasenschlagschwinde
Grabung in der Wasenschlagschwinde.

Am Nachmittag traf weitere Verstärkung ein und die drei Teams wurden nach Inaugenscheinnahme verschiedener Objekte neu gemischt.

1) Die Großschwinde des Fischbachgebietes
Danach startete ein Team eine Grabung in der größten Schwinde des Fischbachgebietes.

2) Die Waschlahöhle
Ein zweites Team besuchte erneut die Waschlahöhle, um den Nordostgang zu erkunden, während auch die Aussenvermessung der Höhle vorgenommen und ein Pferdezahn im Eingangsschacht gefunden wurde.

Zahnfragment eines Pferdes Zahnfragment eines Pferdes
Zahnfragment eines Pferdes.

3) Schwinde im Areal des Kammerforstes
Ein drittes Team startete die Grabung in einer trockenen Schwinde im Areal des Kammerforstes, wo eine kleine bewetterte Öffnung freigelegt wurde.

Am Abend traf dann der letzte Teilnehmer mit einem fulminanten Überraschungs-Grill-Paket ein und verwöhnte die Mannschaft mit Köstlichkeiten vom Grill, verschiedenen Salaten und Süßigkeiten als Magenschließer. Bei bierseligen Gesprächen klang der Abend in harmonischer Runde aus.

Samstag

Nach nächtlichen Regenfällen starteten wir am Samstag entgegen aller Voraussagen in einen Sonnentag bei dem sich wiederum 3 verschiedene Teams fanden.

1) Großschwinde im Fischbachgebietes - Fortsetzung
Team 1 setzte seine Aktivitäten in der Großschwinde fort, die allerdings nicht zu dem gewünschten Ziel einer erkennbaren Fortsetzung führten.

Großschwinde im Fischbachgebietes.
Großschwinde im Fischbachgebietes.

2) Kammerforstschwinde
Team 2 machte sich wieder in der trockenen Kammerforstschwinde zu schaffen, wo der schon angegrabene Luftzug weiter verfolgt wurde.

Kammerforstschwinde Kammerforstschwinde

3) Simonsbergschacht
Team 3 begab sich zum Simonsbergschacht, um den an der Grabungssohle abgehenden Gang auszuräumen, an dessen Decke sich eine fussballgroße Röhre befindet und den Weg weist. Der Gang konnte bis zu einer Querkluft freigegraben werden, in die sich die an der Decke entlangziehende Röhre weitere 2 m weit erstreckt.

Für den Abend wurde in Lampoldshausen im Gasthaus Hirsch reserviert, wo wir fein zu Abend essen konnten und mit Bildern und Videos aus Frankreich und der Spielbacher-Schacht-Aktion verwöhnt wurden.

Sonntag.

Die Aktionen am Sonntag fanden dann mit bereits abgespeckter Mannschaft statt. Dennoch konnten wir wieder mit 3 Teams ins Rennen gehen.

1) Vermessung der Waschlahöhle
Überraschenderweise fand am Vortag noch ein Vermessungsset zu uns, so dass ein Team die Vermessung der Waschlahöhle in Angriff nehmen konnte. In Summe konnte eine Gesamtlänge von 56 m vermessen werden. Interessant ist, dass sich der Höhlenverlauf im Vergleich zur Wadokohöhle und der Steinbrecherhöhle unterscheidet und die Höhle auf einer Distanz von 9 m schon eine Tiefe von 11 m aufweist.

Roter Tropfstein in der Waschlahöhle
Roter Tropfstein.
Ceratit in der Waschlahöhle
Ceratit.

2) Kammerforstschwinde (Fortsetzung)
Ein zweites Team setzte die Grabung in der Kammerforstschwinde fort und wurde später durch das Vermessungsteam unterstützt. Der schon am Vortag erhoffte Durchbruch konnte jedoch auch bei dieser Aktion nicht erzielt werden. Doch immerhin konnte die Grabungssohle bis auf 3 m Tiefe vorangetrieben werden.

3) Simonsbergschacht (Fortsetzung)
Das 3 Team war wieder am Simonsbergschacht zugange und konnte die Querkluft innerhalb 1 Stunde bis zu einem kleinen Hohlraum freilegen. Dadurch ermutigt, wurde ein großer in der Querkluft liegender Felsblock zerkleinert und der Gang bis wenige cm vor dem Hohlraum ausgeräumt.

Simonsbergschacht Eingang
Das Oberflächenteam am Simonsbergschacht.
Simonsbergschacht Kammmer
Das Fenster zur kleinen Kammer.

Der große Durchbruch in die mutmaßlich tiefer liegenden und Wasser führenden Regionen konnte zwar an diesem Wochenende nicht erzielt werden, aber das Potential dazu ist jedenfalls vorhanden. Daraus resultierend und sicher auch des guten Miteinanders wegen wurde in der Abschlussrunde erwogen, eine Folgeaktion anzuvisieren.

Allen Teilnehmern ein von Herzen kommendes Dankeschön für den Einsatz und die gute Stimmung.

Das Team im Hardthäuser Wald
Das Team.

Edwin.


Spielbacher Schacht 5. - 7 August 2022

Die wohl aufwändigste von Markus organisierte Aktion dieses Jahres war das Auspumpen des Spielbacher Schachts, diesmal bei sehr günstigem, trockenem Wetter. Dabei kam die von der Arge angeschaffte Leiter zum Einsatz, die Pumpen von Markus, ein ausgeliehenes Aggregat, Telefone von Chris, und Vieles mehr.

Die Technik funktionierte gut, so dass trotz knapper Teilnehmerzahl der Vorstoß gelang. Der (ausgepumpte) Siphon mündet in eine stellenweise recht geräumige SE-NW-Passage ohne befahrbare Fortsetzungen, die von Sibylle sogleich vermessen wurde.

Dies ist also noch nicht die erhoffte „Hauptader“ des Oberrimbacher Systems. Möglicherweise gibt es am Ende der Kluft einen weiteren Siphon, den ein mutiger, erfahrener Taucher erkunden könnte.

Die Höhle hat nun eine Gesamtlänge von 105 Meter.
Für den Höhlenplan hier clicken.
Für ein Bericht von 2019 in der Zeitung „Fränkische Nachrichten“ hier clicken.

Siphon vor der Pumpaktion Spielbacher Höhle
Siphon vor der Pumpaktion.
Im ausgepumpten Siphon Spielbacher Höhle
Im ausgepumpten Siphon.
im Neuland Spielbacher Höhle>
Im Neuland.

Fotos:Dirk & Sibylle.


Forschungsarbeit 2022 Daniel und Reiner 2022

Das Höhlenjahr 2022 neigt sich langsam zu seinem Ende (Fledermausschutz). Hier ein kleiner Überblick was wir in den vergangenen Monaten so unternommen haben. Bisher stand das Jahr überwiegend im Zeichen der Aufarbeitung zurückgestellter Höhlenprojekte der vergangenen Jahre.

Brunnentäleshöhle 1 & 2

Im Oberen Donautal wurden drei neue Höhlen, die wir im vergangenen Jahr gefunden hatten, vermessen und fotografisch dokumentiert, darunter die 53m lange Brunnentäleshöhle 1, die Brunnentäleshöhle 2 (Höhlenpläne hier klicken) und die Reinsteighöhle (Höhlenplan hier klicken)

Brunnentäleshöhle 1 Schluf
Brunnentäleshöhle 1 Schluf.
Brunnentäleshöhle 1 Aufstieg in den Versturzgang
Brunnentäleshöhle 1
Aufstieg in den Versturzgang.
Brunnentäleshöhle 1 Bei der Vermessung
Brunnentäleshöhle 1
Bei der Vermessung.

Mehrere Fragezeichen in Höhlen auf der Südwestalb und in den Muschelkalkgebieten konnten untersucht bzw. geklärt werden.

In einem verstürzten Bröller auf der Südwestalb gelang, mit Hilfe von Felsbearbeitung, die Freilegung des Eingangs. Die weiterführende Spalte erwies sich dann leider als zu engräumig.

Eutinger Bierkeller 2

Im Muschelkalkgebiet bei Horb am Neckar ist der 7518/3 Eutinger Bierkeller 2 mit anschließender Schachthöhle, nach jahrzehntelangem Verschluss, außerhalb der Fledermaus-Schutzzeit wieder zugänglich. Daher nutzten wir die Gelegenheit, den unteren, noch unerforschten schmalen Kluftschacht, etwas genauer anzuschauen.

Die Höhle reicht weit unter das Talniveau des Eutinger Talbaches. Angeblich befindet sich die Höhle auf der Verbindungslinie eines Färbversuchs mit hoher Durchflussgeschwindigkeit in Richtung Lochbrunnen und Talmühlen - Quelle. Allerdings kam Daniel zu der Auffassung, dass die Erweiterung durch Gesteinsbearbeitung in dem schmalen Kluftschacht sehr aufwendig und schwierig sein wird, außerdem ist eine weitere Fortsetzung vertikal sowie horizontal, nicht erkennbar.

Eutinger Bierkeller 2 Blick von oben in den unten zu engen 2. Kluftschacht
Eutinger Bierkeller 2
Blick von oben in den unten
zu engen 2. Kluftschacht.
Eutinger Bierkeller 2 Einstieg in den Höhlenteil
Eutinger Bierkeller 2
Einstieg in den
Höhlenteil.
Eutinger Bierkeller 2 <br>Aufstieg im 1.Kluftschacht
Eutinger Bierkeller 2
Aufstieg im 1.Kluftschacht.

Eutinger Tropfsteinhöhle

Anfang August wurde die Bahnstrecke zwischen Eutingen und Rottweil wegen Reparaturarbeiten für 3 Wochen komplett gesperrt. Diese Gelegenheit nutzten wir um die Eutinger Tropfsteinhöhle, deren Eingang sich direkt oberhalb der Bahnschienen befindet, gefahrlos zu erreichen. Hauptziel war es die Höhle, zu vermessen und fotografisch zu dokumentieren. Hierbei wurden wir von Uli, von der Arge Grabenstetten, unterstützt. Die Vermessung ergab eine Gesamtlänge von 22 m, bei einer Tiefe von 10 m.

Eutinger Tropfsteinhöhle Eingang
Eutinger Tropfsteinhöhle
Eingang.
Eutinger Tropfsteinhöhle <br>Aufstieg.
Eutinger Tropfsteinhöhle
Aufstieg.
Eutinger Tropfsteinhöhle Einstiegsschacht
Eutinger Tropfsteinhöhle
Einstiegsschacht.
Eutinger tropfsteinhöhle
Eutinger Tropfsteinhöhle.

Nebenhöhle

Ungefähr 100 m talabwärts befindet sich ein weiterer, erkletterbarer Eingang zu einer kleinen Höhle über den Bahnschienen, die wir während der Vollsperrung der Bahnstrecke näher erkundeten.Nach der Freilegung des Eingangs konnte Daniel die Höhle auf 3m Länge befahren, leider endet der Schichtfugengang in einer unbefahrbaren Spalte.

Moosbröller

Im Moosbröller auf der Südwestalb, unser Hauptprojekt der letzten beiden Jahre, installierten wir aus Höhlenschutzgründen ein Eisentor. Die Forschungen in der Höhle sind noch nicht abgeschlossen, eine Vermessung steht noch aus. Ein unerforschter Siphon versperrt den Weiterweg.

Moosbröller - Einbau eines Tores.
Moosbröller-Einbau eines Tores.
Moosbröller - Belemniten im Wassergang
Moosbröller - Belemniten im
Wassergang.
Moosbröller Sinterschmuck
Moosbröller Sinterschmuck.
Moosbröller-Im aktiven Höhlenteil.
Moosbröller-Im aktiven Höhlenteil.

Südfrankreich

Im Mai waren wir nach 2 Jahren Pause endlich wieder in Südfrankreich, genauer gesagt in den Schluchten der Ardeche und Ceze, unterwegs. Dort konnten wir einige französische Neuentdeckungen befahren und den überaus reichen Tropfsteinschmuck sowie zahlreiche Excentriques bewundern.

Grotte de Seigneur-Kratzspuren des Höhlenbären
Grotte de Seigneur -
Kratzspuren des Höhlenbären.
Grotte du Barry
Grotte du Barry.
 Grotte Secret
Grotte Secret.

Französischer Jura

Ein kurzer Abstecher führte uns Ende August in den französischen Jura, wo wir oberflächlich, wie unterirdisch, unterwegs waren.

Höhle im franzoschen Jura
Höhle im franzoschen Jura.
Höhle im franzoschen Jura
Höhle im franzoschen Jura.

Reiner Stahl.


Forschung in Harthäuser Wald 21. Mai 2022

Nachdem das Forschungslager um den 21.Mai auf der Holzhausener Berghalbinsel keinerlei Resonanz fand, wollte das Wochenende dennoch für die Höhlenforschung genutzt werden. Im kleinen Kreise ging es zu viert in den Harthäuser Wald wo die Vermessung der Wadokohöhle noch ausstand.

In Zweierteams aufgeteilt war ein Team mit der Vermessung und erneuten Erkundung der Endstelle der Wadokohöhle zugange, während das andere die Erstbefahrung der benachbarten Steinbrecherhöhle in Angriff nahm.

Die Wadokohöhle.

Bei einer Höhendifferenz von 12 m weist die Wadokohöhle eine Gesamtlänge von 95 m auf und im Bereich des weiten Landes, ca. 45 m in der Höhle konnten Funde verschiedenen Laiches dokumentiert werden. Die Endstelle wird derzeit durch einen schwierig zu entfernenden Stein markiert.

Wadokohöhle Gangprofil  in der Unkelei
Wadokohöhle Gangprofil in der Unkelei.
Wadokohöhle Laichfund
Wadokohöhle Laichfund.

Die Steinbrecherhöhle

Die Steinbrecherhöhle verläuft vermutlich parallel zur Wadokohöhle und ist in Summe deutlich bequemer zu befahren, da ihr die engen Flachstellen fehlen.

Nach einer anfänglichen Engstelle geht es auf allen Vieren und bei guter Bewetterung und stark wahrnehmbarem Gefälle ca. 90 m bis die erste Engstelle erreicht wird. Mit einer bei der Zweitbefahrung vorgenommenen Grabung kommen nochmals etwa 10 m, bevor es an einer abknickenden Stelle sehr herausfordernd eng wird. Eine vermutete Verbindung zur Wadokohöhle konnte durch hörbare Schlufgeräusche während der gleichzeitigen Befahrung schon mal verifiziert werden.

Steinbrecherhöhle
Steinbrecherhöhle.
Steinbrecherhöhle, Blick durch die Engstelle zum Eingang
Steinbrecherhöhle, Blick
durch die Engstelle zum Eingang.

In der Waschlahöhle konnte durch die Zerkleinerung eines Felsblockes der Zugang zum Nordgang freigelegt und anschließend erweitert werden. Eine Erstbefahrung steht allerdings noch aus.
Edwin Karl.


Mitgliedertreffen am 2. - 3. April 2022

Unser diesjähriges Treffen fand teilweise in den Räumlichkeiten des „Förderkreises Historischer Bergbau Hallwangen e.V.“ statt. Am Samstag führte uns ein Mitarbeiter der Gäuwasserversorgung durch deren Wasserwerk im Eutinger Tal, gefolgt von einer Besichtigung des Inneren des Lochbrunnen-Quelltopfes auf der anderen Talseite.

Weiter talaufwärts inspizierten wir die drei Bierkeller-Stollen nahe des Bahndamms. Auf dem Rückweg zeigte uns Reiner die Lage der „Eutinger Tropfsteinhöhle“ neben dem Bahndamm, die leider wegen eines darüber gespannten Stahlgitternetzes unerreichbar ist.

Gegen 16:00 wurden wir durch das historische Bergwerk „Himmlisch Heer“ in Hallwangen geführt.

Sonntag trafen sich die Arge-Mitglieder im ehemaligen Gasthaus „Silberwald“ zur diesjährigen Mitgliederversammlung, dem formellen Teil unseres Treffens, das gegen 15 Uhr zu Ende ging.

Wasserfassung im Eutinger Tal
Wasserfassung im Eutinger Tal.
Lochbrunnen-Quelltopf
Lochbrunnen-Quelltopf.
Bergwerk Himmlisch Heer
Bergwerk Himmlisch Heer.

Aktivitäten in Westhohenlohe 2021/2022

Heubirkenponor
Die Forschungsarbeit in Westhohenlohe ging auch im Spätherbst 2021 und wieder im Frühjahr dieses Jahres weiter (siehe auch Aktivitäten, Jan - März 2021). So gelang es im Oktober 2021 im Heubirkenponor der Durchbruch in die 3-Männerkluft wo der aktive Teil des Ponores einmündet. In einer weiteren Aktion konnte dann der Zugang zur Endhalle mit einem Lehmsumpf freigelegt werden.

Heubirkenponor Durchstieg zur Endhalle
3-Männerkluft mit Blick auf den
Durchstieg zur Endhalle.
Heubirkenponor Endhalle zur 3-Männerkluft
Felix im Durchstieg
von der Endhalle zur 3-Männerkluft
Heubirkenponor Endhalle
Endhalle mit Schlammsediment und
toter Kröte rechts unten im Bild

Poppenroter Höhlen
Die Anzahl der Poppenroter Höhlen konnte im Februar 22 mit der Neuentdeckung des Poppenroter Baldachinschachtes auf 4 Höhlen erhöht werden.

Poppenroter Höhle Blick auf den Durchstieg
Blick auf den Durchstieg
und die darunter liegende Kluft.
Poppenroter Höhlen Blick auf den Durchstieg
Weiterer Blick auf den Durchstieg
und die darunter liegende Kluft

Bröller am Neuenberg
Seit 2020 laufen Grabungen im Bröller am Neuenberg, einem 6 m über der Kochertalstraße liegenden Quelltopf, der nur bei Hochwasser anspringt. Mit einer erreichten Grabungstiefe von über 3 m erreichte dieses Objekt inzwischen eine Gesamtlänge von ca. 6 m und damit den Höhlenstatus. Die massiven Regenfälle zeichnen jedoch immer wieder verantwortlich für entsprechende Nachverfüllungen aus dem Untergrund und entsprechend langen Wartezeiten bis der Grabungsschacht wieder wasserfrei zugänglich ist.

Bröller am Neuenberg
Bröller am Neuenberg.
Bröller am Neuenberg
Bröller am Neuenberg
Quelltopf am Schachtgrund
Edwin im Bereich vor
dem Quelltopf am Schachtgrund.
Quelltopf am Schachtgrund
Quelltopf am Schachtgrund

Waschlahöhle
In der Waschlahöhle gab es mehrere Einsätze bei welchen der Südgang ausgeräumt und im Engstellenbereich auf den ersten Metern entsprechende Erweiterungsarbeit geleistet wurde.

Ein in der Plattenhalle hängender sehr fragiler Deckenversturz konnte erfolgreich niedergebracht werden. Mit der dadurch entstandenen Sicherheit war es dann in einem Folgeeinsatz möglich, den Zugang zum Nordgang freizulegen. Die Vermessung des gesamten Objektes, wie auch die weitere Erforschung des Süd- und Nordganges sind die nächsten anstehenden Projekte in dieser Höhle.

Waschlahöhle Geröllhalde
Edwin vor der Geröllhalde.
Waschlahöhle Südgang
Felix im Südgang.
Waschlahöhle Nordgang
Blick in den freigelegten Nordgang

Steinbrecherhöhle
In der Nähe der Wadokohöhle gelang es mit 6 Einsätzen eine neue Höhle freizulegen. Ein 1,30 m dicker Gesteinsblock mit 80 cm Breite und einer Länge von 1,20 m musste zerkleinert werden, um Zugang zu einer darunter befindlichen Röhre mit schlüssellochähnlichem Profil zu erhalten. Bei den Ausräumarbeiten wurden Feuersalamander, wie auch ein Bergmolch gesichtet und verschiedene Knochenfragmente geborgen, die noch bestimmt werden müssen. Die Felsarbeit war dann auch Anlass für die Namensgebung der Höhle. Der röhrenartige Gang der Steinbrecherhöhle ist auf über 10 m einsehbar und zieht in Richtung der 25 m entfernten Wadokohöhle. Der Querschnitt, die Höhenlage und der Richtungsverlauf legen eine Verbindung zur Wadokohöhle nahe, was bei weiteren Forschungseinsätzen abzuprüfen ist.

Dirk bei Grabungsbeginn in der Steinbrecherhöhle
Dirk bei Grabungsbeginn.
Bergmolch in der Steinbrecherhöhle
Bergmolch.
Steinbrecherhöhle Durchbruch
Ausgehobener Felsenraum
kurz vor dem Durchbruch
Knochenfragmente in der Steinbrecherhöhle
Knochenfragmente.
Fundstelle der Knochenfragmente Steinbrecherhöhle
Edwin bei der Fundstelle der
Knochenfragmente.
Felsenröhre der Steinbrecherhöhle
Blick in die 10 m lange schlufbare
Felsenröhre

In allen erwähnten Höhlen wurden keine Fledermäuse angetroffen, bieten durch die Öffnung nun aber das Potential für eine Ansiedlung.
Edwin Karl.


30. Januar 2022: Exkursion mit den Natur- und Landschaftsführern Hohenlohe e. V.

Unsere Exkursion zum Themenweg „Unterirdische Schandtauber“ mit den Natur- und Landschaftsführern Hohenlohe e. V. am Sonntag, dem 30. Januar 2022, war vom Wetter begünstigt. Anders als an den Tagen zuvor und danach blieb es von oben trocken, zeitweise schien sogar die Sonne. Nur der starke Wind bei Temperaturen wenig über null Grad war auf die Dauer sehr unangenehm.

Tafel 2 Um 12 Uhr trafen sich etwa 20 Personen auf dem großen Parkplatz bei der Halle in Schmalfelden. Vorbei am Eingang des Fuchslabyrinths gingen wir zur Tafel 2 gegenüber der Einfahrt zum ehemaligen Steinbruch. Hier gab es von Markus Pantle und Thomas Rathgeber die ersten Informationen zum Sinn und Zweck des Themenwegs und zu den unmittelbar benachbarten Höhlen. Die Teilnehmer waren sehr interessiert, was sich auch in gezielten Nachfragen und Einzelgesprächen während der Wanderung zu Station 1 und später an den weiteren Stationen zeigte.

Von Station 1 bei der Zwerchäckerdoline, die besichtigt wurde, wanderten wir - abseits des Themenwegs - zu der eindrucksvoll großen Doline neben der Straße nach Lindlein, in die die meisten Teilnehmer trotz matschigem Untergrund ebenfalls abstiegen. Dann ging es zurück nach Schmalfelden, zur Station 3 an der Pumpenhausdoline. Wie ein „Fenster“ bietet der Trichter einen ersten Blick auf die hier unterirdisch fließende Schandtauber. Der Bevölkerung diente die Stelle früher zeitweise als Brunnen und gleichzeitig zur Abwasserbeseitigung.

Mit Autos starteten wir nach Osten Richtung Schandtauberquelle, fuhren in Großbärenweiler an der dortigen Tafel 4 vorbei und machten dann Halt am ehemaligen Steinbruch Gammesfeld bei Station 5. Nach Erläuterungen zur Estavelle im Notgang, der kurz zuvor wasserführend gewesen sein muss, gab es an der Tafel weitere Erläuterungen. Die Schüttung aus der Rohrbrunnenhöhle war beachtlich und das Wasser sehr klar. Der Blick auf den hier eine ganze Strecke weit frei fließenden Höhlenbach beeindruckte die Teilnehmer sichtlich.

Die Fahrt führte weiter über Standorf zur Tafel 6 des Themenwegs bei der dortigen „Bisonfarm“. Auch an dieser Stelle kamen wieder interessierte Nachfragen zu unseren Erläuterungen, nicht nur zum hier behandelten Thema, der Erforschung der Schandtauberhöhle 2.

Tafel 8 Als letzte Station wurden nun in Bayern, in der kleinen Ortschaft Bettenfeld, die Schandtauberquellen mit der Themenwegtafel 8 angefahren. Hier bot sich ein guter Blick auf die Quellaustritte, an denen die unterirdische Schandtauber endet.

Nach viereinhalb Stunden waren wir mit vielen neuen Eindrücken wieder zurück an der Halle in Schmalfelden. Neun Personen wurde zum Schluss die Teilnahme an der Nachmittagsexkursion bescheinigt, ein „Zertifikat“, das den Natur- und Landschaftsführer Hohenlohe im Rahmen des „BANU“, des bundesweiten Arbeitskreises der staatlich getragenen Bildungsstätten im Natur- und Umweltschutz, zur Weiterbildung dient. Die anderen Teilnehmer waren Begleitpersonen.

Einen Bericht aus Sicht der Natur- und Landschaftsführer Hohenlohe e. V. können Sie hier lesen.

Für die Aktivitäten der vorhergehenden Jahre, auf die Jahreszahl klicken
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